Am Samstag um 15:30 Uhr treffen die Eintracht-Männer zuhause auf die TSG Hoffenheim. Das Spiel der Eintracht-Frauen gegen Hoffenheim musste wegen Unbespielbarkeit des Rasens abgesagt werden.
Vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim spricht Interimstrainer Dennis Schmitt über …
… die Ausgangslage: Ich erwarte ein sehr intensives Spiel zwischen zwei guten Mannschaften. Hoffenheim kommt in einem sehr guten Moment, diesen wollen wir unbedingt brechen. Wir wollen das Stadion direkt in den ersten Minuten mitnehmen und anzünden, das ist die klare Marschroute. Jede Mannschaft, die hierherkommt, weiß, wie unangenehm es werden kann, wenn der zwölfte Mann hinter uns steht – das ist eine Floskel, aber genau das wollen wir erreichen. Das ist brutal wichtig. Wir haben gegen Qarabağ kleine Schritte gemacht, daran wollen wir anknüpfen – ich bin sehr optimistisch. Es geht darum, sich über Kleinigkeiten aufzurichten: ein guter Pass, ein gewonnener Zweikampf; es kann aber auch mal sein, dass wir den Ball aus dem Stadion knallen. Es geht nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern es geht darum, das Spiel zu gewinnen. Wir sind in keiner dramatischen Situation. Manchmal hat man das Gefühl, dass wir kurz vor einem Abstiegsplatz stehen – es gab schon schlechtere Phasen. Wir müssen es nicht überdramatisieren, aber klar ist auch, dass die vergangenen Wochen nicht unser Anspruch sind.
… die Herangehensweise: Der Klub steht für einen gewissen Fußball und kein Fan in Frankfurt würde es gefallen, wenn wir uns 90 Minuten einmauern und hoffen, dass nichts passiert. Wir wollen aktiv sein und das Heft des Handelns in die Hand nehmen, weil wir so viel Qualität haben. Und je höher wir die aufs Feld bekommen, desto schwerer wird es für Hoffenheim, diese Wucht zu überstehen. Es gilt, Wucht mit und gegen Ball zu entwickeln. Jede Mannschaft in der Bundesliga hat Qualität, es wird also auch mal Momente geben, in denen wir tiefer verteidigen – auch da haben wir klare Prinzipien festgelegt. Wir wollen sehr kompakt im Zentrum sein und die Flanken, die sie öfter in Richtung zweiten Pfosten schlagen, wegverteidigen. Nach Ballgewinnen wollen wir zudem noch schneller als in Baku in Umschaltmomente gehen.
… das Personal: Bis auf Langzeitverletzten fällt keiner aus, wir haben eine große Auswahl. Die Spieler, die in der Champions League nicht spielberechtigt sind, kehren zurück.
… den Kader: Ich werde niemanden explizit hervorheben. Die Gemeinschaft ist sehr gut und wir haben nur eine Chance, wenn wir die Schritte gemeinsam erarbeiten. Die Alternativen, die nach der Champions League wieder dazukommen, tun uns gut. Wir müssen eine gute erste Elf auf den Platz bekommen, aber auch während des Spiels auf Situationen reagieren können. Wir haben Überlegungen, um Frische auf den Platz zu bekommen, da werden wir uns aber noch nicht in die Karten schauen lassen. Die Möglichkeiten gibt es, die Mannschaft ist gut. Es geht ganz klar darum: Die Jungs, die bereit sind, den Weg mitzugehen, werden wir zu 1000 Prozent mitnehmen und unterstützen – es geht nur über den Weg der kleinen Schritte. Die Kernbotschaft lautet: Es geht nur im Kollektiv, kein einzelner Spieler ist wichtiger als ein anderer, wir können es nur gemeinsam schaffen. Die Jungs, die sich diesem Weg verschreiben, werden schnell wieder in die Erfolgsspur kommen.
… die Entwicklung: Vor dem Spiel in Baku hatten wir zwei Trainingseinheiten, heute die dritte – wir hatten nicht viel Zeit, aber die haben wir genutzt. Wir haben Dinge angesprochen, haben auch auf dem Rückflug aus Baku mit den Spielern gesprochen und Analysen gemacht. Gegen Qarabağ haben wir erste Fortschritte gesehen, vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir Momente mit hohem Druck und haben daraus nach Ballgewinn das 1:1 geschossen. Wir hatten eine gute Tiefensicherung, der Gegner ist nicht einmal hinter unsere Kette gekommen. Wir müssen aber ans Blockverhalten ran, dadurch haben wir zwei Gegentore bekommen, die uns sehr geärgert haben. Diese Muster müssen wir aufbrechen. Dabei lassen wir nichts unversucht, das kann ich jedem versprechen. Sei es durch ein Gespräch oder Aufzeigen über Video beziehungsweise an der Taktiktafel – die Zeit auf dem Platz können wir uns nicht malen. Wir haben es in der Kürze der Zeit geschafft, dass wir einen guten und vertrauensvollen Draht zur Mannschaft haben. Es geht darum, dass die Jungs wollen und alles investieren, was sie haben. Es gibt klare Aufgaben mit und gegen den Ball, die die Jungs umsetzen müssen.
… seine Person: Es geht nicht um einzelne Spieler, nicht um einzelnen Trainer, nicht um einzelne Staff-Mitglieder – es geht um den Klub. Wir haben das große Privileg, für einen großen Klub wie Eintracht Frankfurt arbeiten zu dürfen, und da gilt es, sich allem unterzuordnen und jeden Tag das Bestmögliche herauszuholen. Ich versuche, das mit jeder Faser vorzuleben, ich werde alles reinhauen.
Text: Eintracht.de, Foto: getty images


