HESSISCHER FUSSBALL-VERBAND e.V.

Fair Play Hessen

Netzwerk zur Gewaltprävention, Integration und Fair Play

Fair Play Hessen ist eine Initiative des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) in Kooperation mit der Hessischen Landesregierung und der Sozialstiftung des Hessischen Fußballs und dient der Förderung von Respekt, Integration und Gewaltprävention im Fußball. Die Initiative richtet sich an alle Fußballvereine und andere Institutionen in Hessen, die sich für mehr Fair Play auf dem Sportplatz und in der Gesellschaft einsetzen.

Seit dem Jahr 2002, als der HFV gemeinsam mit Partnern das Projekt „ballance 2006“ ins Leben rief und als „ballance-hessen“ bis 2011 fortsetzte, ist ein nachhaltiges Netzwerk zur Gewaltprävention, Integration und Fair Play entstanden, das stetig wächst. Alle hessischen Fußballvereine und Institutionen, die sich für Fair Play im Fußball engagieren wollen, sind herzlich eingeladen, Teil des Netzwerks zu werden.

Angebote von Fair Play Hessen

Demokratie Café

Mit diesem vierstündigen Modul möchte Fair Play Hessen mit Eltern, Trainer*innen und Betreuer*innen in einen Dialog kommen. Der Verein bucht Referent*innen, die mit Kaffeemaschine anreisen und damit Besuchern und Gästen einen Ort der Begegnung anbieten – gemütlich, ehrlich und lösungsorientiert.

Ziel ist es, mit Menschen bei einem Kaffee in lockerer Atmosphäre in einen Dialog zu kommen. Für dieses Modul stehen drei Themen zur Auswahl:

1. Kinderrechte / Fair Play
Falls Ihr Verein ein Kinder- und/oder Jugendturnier ausrichtet, einen Tag der offenen Tür oder ein Vereins-Familienfest plant, dann würde sich dieses Demokratie Café als Einstieg in die Kampagne gut eignen.

2. Werte – Haltung – Zusammenspiel! Verein(t) für Fair Play
Fair Play Hessen möchte gemeinsam mit den Besuchern auf die Werte und Tugenden schauen, die unseren Sport ausmachen und an welchen Stellen im Verein demokratische Prozesse und Strukturen zu finden sind. Also über das Reden, was die Gemeinschaft Fußball-Familie ausmacht.

3. Demokratie im Sport 
Auf dem Fußballplatz begegnet man oft unterschiedlichen Perspektiven – und genau da entsteht Raum für echte Gespräche über Demokratie im Sport. Dabei geht es nicht um perfekte Antworten, sondern um respektvolles Zuhören und offene Fragen: Wie können kleine Entscheidungen vor Ort größere Auswirkungen haben? Wie schaffen wir faire Debatten, auch wenn Meinungen auseinandergehen? Wie können Sport und Demokratie miteinander wachsen?

Sportangebote für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten stärken den Zusammenhalt und die soziale Integration:

  • Blindenfußball
  • Amputiertenfußball
  • Gehörlosenfußball

Vermittlung von Basis- Informationen und Handlungsempfehlungen zum Kinderschutz in Vereinen.
Schulungsdauer ca. 180 Min.

Ziel der Schulung ist es, eine gewisse Sensibilität für vorhandene Gefährdungen zu entwickeln, die Wahrnehmung für Grenzverletzungen zu schärfen und so eine Vereinsatmosphäre zu entwickeln, in der offen über Kinderschutz, die Gefahren im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt, sowie über gesundheitliche Beeinträchtigungen und Diskriminierungen aller Art gesprochen werden kann. Die Teilnehmenden sollen in der Lage sein, Probleme wahrzunehmen, den Mut aufzubringen, Probleme anzusprechen und die richtigen Ansprechpartner im und außerhalb des Vereins im Bedarfsfall zu Rate ziehen können.

Der Hessische Fußball-Verband und die Sportjugend Hessen verleihen Streetsoccer-Courts und haben Personen ausgebildet, die sich vor Ort um die Einhaltung des Regelwerks kümmern. Eine Besonderheit des Projektes ist, dass Fair Play und Kreativität durch Extrapunkte gewürdigt werden. So kann das Spielergebnis maßgeblich beeinflusst werden. Neben den sportlichen Fähigkeiten werden auch soziale Kompetenzen gefördert. Gemeinsame Besprechungen vor und nach dem Spiel sowie Begrüßung und Verabschiedung sollen dazu beitragen, dass sich die Spieler*innen intensiv mit Fair Play beschäftigen und das „gemeinsame Spielen und Erleben“ in den Mittelpunkt gerückt wird.

Inhaltlich wird geklärt, was eine Diskriminierung kennzeichnet und wie sie sich von einer Beleidigung unterscheidet. Jugendliche erhalten die Möglichkeit, eigene Diskriminierungserfahrungen zu thematisieren.

Ziel ist, die Jugendlichen im Umgang mit Diskriminierungen zu stärken, so dass sie handlungsfähig sind, wenn sie selbst von einer Diskriminierung betroffen sind oder diese beobachten. Darüber hinaus schafft Fair Play Hessen über Makkabi und den jüdischen Sport auch Berührungspunkte zum jüdischen Leben in Deutschland und geht auf verschiedene Formen des Antisemitismus in Deutschland ein.

Sämtliche Inhalte sind in das Vereinstraining integriert und mit Dribbel-, Pass,- oder Schussübungen (teilweise in Wettbewerbsformaten und je nach Zeit auch mit einem Abschlussspiel) kombiniert.

Vereine können Workshops aus unten stehenden Bausteinen wählen bzw. diese kombinieren oder Teile kombinieren

Bausteine

  • Anti-Gewalt und Anti-Diskriminierung
  • „Nein! Zu Diskriminierung und Gewalt“
  • Konfliktkompetenz im Fußball
  • Fair Play am Spielfeldrand und/oder Elternworkshop (speziell Eltern/Erwachsene)
  • Präventions-Workshop für E-/D-Junior*innen
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Innerhalb der Kurzschulung „Konfliktkompetenz im Fußball“ geht Fair Play Hessen gemeinsam mit den Teilnehmenden auf interaktive und praxisnahe Art und Weise den Fragestellungen nach. Hier kommen auch insbesondere interkulturelle Fragestellungen zum Tragen, denn Konflikte können natürlich auch dann entstehen, wenn unterschiedliche Kulturen und Einstellungen aufeinandertreffen. Das soll als Handwerkszeug für ein friedliches und offenes Miteinander dienen.

Beschäftigung mit folgenden Fragestellungen:
1. Wie entstehen Konflikte?
2. Was kann ich tun, um Konflikte im Team zu vermeiden oder zu lösen?
3. Welche Einstellungen und Verhaltensweisen bürgen Konfliktpotential?

Laute, schreiende Eltern – verunsicherte Kinder: Dies ist leider kein Einzelfall auf Hessens Fußballplätzen. Vielen Eltern ist ihr Fehlverhalten gar nicht bewusst und auch nicht, wie stark dieses ihre Kinder belastet.

„Fair Play am Spielfeldrand“ möchte den Eltern einen „Spiegel“ vorhalten und dazu beitragen, dass Kinder ohne Druck und mit Spaß Fußball spielen können.

„Nein! Zu Diskriminierung und Gewalt“ ist ein rund 90-minütiger Workshop mit dem Blick auf die Prävention zu Diskriminierung und Gewalt auf den Sportplätzen. In der Vorbesprechung kann die Ausgangslage vor Ort berücksichtigt und ein individueller Workshop angeboten werden. Zudem ist ein spezieller Workshop für Schiedsrichter*innen verfügbar.

Ziele sind u.a.:

  • Vorbeugung von Diskriminierung und Gewalt
  • Je nach Gruppenzusammensetzung:
    • Basisworkshop mit erstem Einstieg in die Thematik oder
    • Aufbauworkshop zur Vertiefung der Kenntnisse und Beschäftigung mit eigenem Konfliktverhalten
Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Frage: „Wie rassistisch ist der Sport?“

Zusammen werden Handlungsstrategien erarbeitet, um Rassismus entschieden entgegen zu treten. Es wird aufgezeigt, wie sich Akteure, Betroffene und Beteiligte verhalten.

Ziele sind u.a.:
1. Einführung in die Definition von Rassismus und dessen Formen
2. Neutralitätsgebot
3. Handlungsstrategien mit dem Verein erarbeiten

Ein Deeskalationsworkshop für Schiedsrichter*innen vermittelt Strategien und Techniken, um mit schwierigen Situationen und Konflikten während eines Fußballspiels umzugehen. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Deeskalation zu verbessern, um Gewalt und Aggressionen auf dem Platz zu reduzieren.

Inhalte eines Deeskalationsworkshops

  • Kommunikationstechniken
    Erlernen von effektiven Gesprächsführungstechniken, um mit Spieler*innen, Trainer*innen und Zuschauer*innen in Konfliktsituationen konstruktiv zu kommunizieren.
  • Körpersprache
    Schulung der eigenen Körpersprache, um eine beruhigende und souveräne Ausstrahlung zu vermitteln und so das Konfliktpotenzial zu minimieren.
  • Stressbewältigung
    Erlernen von Techniken zur Stressbewältigung, um in angespannten Spielsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und angemessen zu reagieren.
  • Konfliktlösung
    Vermittlung von Strategien zur Konfliktlösung, um frühzeitig Konflikte zu deeskalieren
  • Rollenspiele
    Üben von Deeskalationsstrategien in simulierten Spielsituationen, um das Gelernte praktisch anzuwenden und zu festigen.


Ziele eines
Deeskalationsworkshops:

  • Reduzierung von Gewalt und Aggressionen
    Durch das Erlernen von Deeskalationstechniken sollen Schiedsrichter*innen in der Lage sein, gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern oder zu beenden
  • Verbesserung der Spielatmosphäre
    Eine deeskalierte Spielatmosphäre fördert einen fairen und respektvollen Umgang zwischen allen Beteiligten.
  • Stärkung der Autorität
    Durch eine souveräne und deeskalierende Spielleitung wird die Autorität des Unparteiischen gestärkt.
  • Förderung des Fairplay
    Ein deeskalierter Spielablauf trägt dazu bei, dass Fairplay und Sportsgeist im Vordergrund stehen.
  •  

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Veranstaltungen aus dem Netzwerk Fair Play Hessen

Das Netzwerk Fair Play Hessen und die Sozialstiftung des Hessischen Fußballs laden jeweils jährlich zum Netzwerktreffen Fair Play Forum im Januar und zur LOTTO Hessen Fair Play Ehrung im September ein. Die beiden Veranstaltungen bilden den Höhepunkt des Eventkalenders von Fair Play Hessen. 

Über das gesamte Jahr hinweg finden viele weitere Veranstaltungen von Fair Play Hessen und den mehr als 750 Netzwerkpartnern statt. Hier die Termine in der Übersicht:

Netzwerkpartner Veranstaltung/Link Datum Veranstaltungsort
Deutsche Meisterschaft Fußball-ID
Deutsche Meisterschaft Fußball-ID
31.05. – 03.06.2026
Darmstadt
Fair Play Hessen
Lotto Hessen Fair Play Ehrung 2026
28.09.2026
Sporthotel Grünberg
Fair Play Hessen
Fair Play Forum 2027
23.01.2027
Sporthotel Grünberg

Impressionen von Fair Play Hessen Veranstaltungen

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